Home


 

Fachartikel vom 18.01.2019

Für jeden Standort die optimale Sojasorte!

Einteilung der Sorten

Grundsätzlich können in den sehr differierenden heimischen Sojaregionen die komplette Sortenpalette von 0000-Sorten bis 0- Sorten angebaut werden. Wobei sich das Hauptsegment auf die Reifegruppen APS 2 bis APS 7 beschränkt. Im Zuge der Adaption der Einstufungsnoten in der Beschreibenden Sortenliste 2018 sind auch einige Sorten "gewandert". Beispielsweise sind die 2019 nicht mehr angebotene ANTONIA und Bettina vom 000-Bereich in das 000 Segment umgestuft worden.

MARQUISE und ACARDIA neu im 000-Portfolio

Hauptsorte in diesem Bereich bleibt mit Sicherheit die meistgebaute 000-Sorte SULTANA. Durch einzigartige Kombination aus früher Reife (APS 3), exzellenter Standfestigkeit (APS 3) und sehr hohen Proteinwerten ist SULTANA eigentlich nicht wirklich austauschbar. Mit der hellnabeligen äußerst schnellwüchsigen MARQUISE steht im frühen Reifebereich zukünftig aber eine interessante Alternative zur Verfügung. Im späteren 000-Segment ersetzt die besonders ölreiche ACARDIA ab 2019 die bisherigen Hauptsorten ANTONIA und RGT SHOUNA. ACARDIA gilt als die derzeit offiziell ertragreichste Sojasorte. Im sehr frühen Reifebereich überzeugt ALEXA durch eine gute Standfestigkeit und hohe Proteinwerte. Wie alle sehr frühen Sorten darf auch ALEXA bei der Ernte nicht zulange am Feld gelassen werden.

RGT SIROCA - Eine Sorte für fast alle Standorte

Ein großer Wurf ist zweifelsohne die extrem standfeste Hochproteinsorte RGT SIROCA. Mit Reifeeinstufung (APS 5) kann die hellnabelige Neuzüchtung bis auf die frühen Lagen des Innviertel in allen Regionen angebaut werden. RGT SIROCA ist mit der Vergleichssorte ES Mentor genetisch sehr nahe verwandt und bringt auch idente Erträge bei einer um 6 bis 8 Tage früheren Reife.

ATACAMA, ANGELICA und SIGALIA im mittelspäten 000-Bereich

SIGALIA zählt aufgrund ihrer enormen Anpassungsfähigkeit und Schnellwüchsigkeit nach wie vor zu den meistgebauten Sorten im 00-Gebiet. Die Leistungen passen einfach in jedem Jahr, egal ob es im Sommer trocken oder feucht ist. Ähnlich anpassungsfähig sind auch die beiden neuen Eigenzüchtungen ATACAMA und ANGELICA.  Bei beiden Sorten ist der Zuchtfortschritt hochpräsent. ANGELICA überzeugt vor allem in Trockenjahren mit deutlich überdurchschnittlichen Ertragsleistungen. Die brandneue ATACAMA vereint eine exzellente Standfestigkeit mit einer raschen Jugendentwicklung und guter Sklerotiniatoleranz, ein wesentlicher Vorteil in sojaintensiven Gebieten. Laut den AGES-Zahlen ist ATACAMA jetzt auch die offiziell ertragsstärkste Sojasorte in Österreich.

zu den Sorten

 

   Zentrale und Verkauf: 1011 Wien, Parkring 12, Tel 01 / 515 32-241